Kieferorthopädie Erwachsene
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Therapie für Erwachsene /

Natürliche Ästhetik in einem gesunden Gleichgewicht.

Für Erwachsene jeden Alters, CMD- und Schmerzpatienten.

Nicht nur aus ästhetischen Gesichtspunkten kann eine kieferorthopädische Behandlung im Erwachsenenalter sinnvoll sein:

Fehlstellungen von Kiefer und Zähnen können sich auf den gesamten Organismus auswirken und zu dauerhaften Beschwerden führen.

Das gute daran: Für schöne Zähne und ein gesundes Kausystem ist es nie zu spät.

1 Warum überhaupt Kieferorthopädie?

Im Erwachsenenalter gibt es, wie oben bereits erwähnt, ästhetische und medizinische Gesichtspunkte für eine kieferorthopädische Behandlung.

Beschränkt sich der ästhetische Wunsch meist auf „schöne und gerade Zähne“ sowie ein „natürliches Lächeln“, greift die gesundheitliche Problematik oft wesentlich tiefer:

Liegt im erwachsenen Kiefer eine funktionelle Störung mit Fehlbelastung der Kiefergelenke vor, z.B. durch Fehlbiss, kann dies vielfältige Auswirkungen haben. Die Symptome, wie z.B. Verspannungen, Nackenschmerzen oder gar Tinnitus werden unter dem Begriff CMD (craniomandibuläre Dysfunktion) zusammengefasst und bedürfen häufig einer kieferorthopädischen Behandlung.

2 Wann ist der beste Zeitpunkt?

Anders als bei Kindern oder Jugendlichen gibt es im Erwachsenenalter keine „guten“ oder „schlechten“ Phasen für eine kieferorthopädische Behandlung.

Als Erwachsener ist immer dann der richtige Zeitpunkt, wenn

  • sich der persönliche Wunsch nach ästhetischer Veränderung bemerkbar macht.
  • gesundheitliche Problematiken auf eine Störung der Kiefergelenke (durch Fehlbiss) hinweisen.
  • andere medizinische Erfordernisse nach einer kieferorthopädischen Behandlung verlangen.

3 Welche Ziele verfolgt die Kieferorthopädie für Erwachsene?

Die Behandlungsziele unterscheiden sich je nach Indikation und von Patient zu Patient. Neben der Zahnästhetik steht das ganzheitliche Wohlergehen unabdingbar im Fokus unserer Behandlung:

  • Entwicklung des „richtigen Bisses“ für schöne und gesunde Zähne und ein natürliches Lächeln.
  • Wiederherstellung eines funktionellen Gleichgewichts und kausale Therapie von Kiefergelenksbeschwerden (CMD)
  • Vorbereitung für Zahnersatz (Präprothetische Kieferorthopädie)
  • Kieferorthopädischer Lückenschluss

Diagnostik für Erwachsene /

Ganzheitliche Bestandsaufnahme von Kopf bis Fuß.

„Die Diagnose bestimmt die Therapie“. Denn die Diagnostik liefert uns die Informationen und das Wissen um die körperlichen Befindlichkeiten unserer Patienten. Sie ist entscheidend für den Behandlungserfolg unserer Patienten.

1 Ganzheitliche Erstuntersuchung

Während unserer ganzheitlichen Erstuntersuchung verschaffen wir uns einen wichtigen Überblick:

  • Umfangreiche ganzheitliche Anamnese
  • Mundinspektion (KIG)
  • Myofunktionelles Screening zur Vorsorge und Früherkennung von Störungen (Schlucken, Atmen, Muskelfunktion, etc.)
  • Screeninguntersuchung der Kiefergelenke (CMD-Check) und der Haltung
  • Biss-Screening

2 Anfangsdiagnostik

Die Anfangsdiagnostik erfasst die aktuelle Zahn- und Kieferstellung sowie ihren Funktionsstatus. Mit ihr können wir die Notwendigkeit und den voraussichtlichen Umfang einer kieferorthopädischen Behandlung einschätzen.

  • Röntgenanalyse
  • Digitale Modellanalyse nach intraoralem, abdrucklosem Scan der Zähne
  • Fotoanalyse
  • Manuelle Funktions- und Strukturanalyse (Kiefergelenksanalyse)

3 Weiterführende Diagnostik

Mit unserer weiterführenden Diagnostik erhalten wir wichtige Zusatzinformationen für die ganzheitliche Betrachtung unserer Patienten. Sie liefert wesentliche Erkenntnisse für die indivuelle Therapieplanung:

  • Orthopädische Ganzkörperanalyse – Körperstatik, Wirbelsäule, ISG, Beckenschiefstand, Beinlängendifferenz
  • Osteopathisches Screening der Schädelnähte
  • Funktionelle Myodiagnostik / Applied Kinesiology zur Unterstützung der ganzheitlichen Diagnostik und Therapieplanung und zur Wahl der besten Materialien für den  Patienten:
    • Austestung der Materialverträglichkeit kieferorthopädischer Geräte und Materialien wie Brackets, Kunststoffe, Drähte
    • Austestung des Bisses, z.B. um festzustellen ob die Kaumuskeln bei der Bissnahme für ein funktionelles Gerät ausbalanciert sind
    • Aufdeckung orthopädischer und osteopathischer Co-Faktoren sowie deren Zusammenhänge mit den Zähnen und dem Biss

Therapie und Behandlung

Für eine gesunde und selbstbewusste Ausstrahlung.

Mit Beginn der aktiven Behandlungsphase steht die Entscheidung für das Therapiemittel an: Herausnehmbare oder festsitzende Spange, sichtbar oder unsichtbar?

Natürlich steht der Behandlungserfolg im Vordergrund – wir möchten aber sicherstellen, dass sich unsere Patienten während der Behandlung wohl fühlen:

Körperlich, geistig und seelisch. Zu Hause, bei Freunden wie auch in der Arbeit.

Darum nehmen wir uns für die Entscheidung des richtigen Therapiemittels ausreichend Zeit, wägen Vor- und Nachteile genauso miteinander ab wie die persönliche Präferenzen.

So lange, bis wir gemeinsam die beste Lösung gefunden haben.

Zeitpunkt

Der Behandlungsbeginn ist unabhängig vom Alter, es ist immer der richtige Zeitpunkt.

Indikation

Zahn- und Kieferfehlstellungen, Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD), Störfeldsuche

Ziele

Natürliche Ästhetik durch sanfte Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen und Verzahnung in einem funktionellen Gleichgewicht

Kausale Therapie von Kiefergelenksbeschwerden (CMD)

Präprothetische Kieferorthopädie

Dauer

ca. 1 bis 3 Jahre

1 Feste (sichtbare) Zahnspange

Eine feste Zahnspange verbleibt während der gesamten Behandlungsdauer im Mund. So kann sie Zahnfehlstellungen kontinuierlich korrigieren. Die feste Zahnspange besteht aus Brackets, welche auf die Zähne geklebt werden, und einem Drahtbogen, der die Brackets und die Zähne miteinander verbindet.

Um den Erwachsenen-Alltag möglichst wenig zu beeinträchtigen, bieten wir verschiedene und auf unsere Patienten maßgeschneiderte Brackets und Drahtbögen.

So können wir die feste Zahnspange bestmöglich auf den individuellen Tragekomfort eines jeden Patienten anpassen. Eine gute Mundhygiene ist während der Behandlungsdauer in jedem Fall anzuraten.


2 Aligner (transparente Kunststoffschienen)

Sogenannte Aligner stellen eine mögliche Alternative zur festen Zahnspange dar.  Die Kunststoffschienen sind nahezu unsichtbare und herausnehmbar. Sie eignen sich daher ideal für Erwachsene und stehen von den Möglichkeiten der festen Spange in nichts mehr nach.

Aligner werden computergestützt geplant und gefertigt, sind frei von Metall, Schrauben, Klammern und Drähten.

In vielen Fällen können Aligner zu einer gleichsam sanften und effektiven Korrektur von Zahnfehlstellungen führen. Da die Schienen nicht fest an den Zähnen sitzen, können Aligner während des Essens oder der Zahnreinigung einfach und bequem herausgenommen werden. Für den Patienten ein angenehmer Vorteil. Für den Behandlungserfolg spielt die Gewissenhaftigkeit der Teenies jedoch eine maßgebliche Rolle – das Schienensystem muss täglich mindestens 20 Stunden getragen werden.


3 Skelettale Mini-Pins

Sogenannte Mini-Pins unterstützen große oder schwierige Bewegungen einzelner oder mehrerer Zähne.

Als Alternative zu Zahnimplantaten oder Brücken können mit den Mini-Pins und daran befestigten Hilfsmitteln auch größere Lücken, entweder durch Zahnverlust oder Nichtanlage eines Zahns entstanden, geschlossen werden,

Mini-Pins sind von außen kaum zu sehen und wesentlich kleiner als Implantate – überzeugen aber dennoch durch hohe Stabilität und stabile Verankerung.


4 Langzeit-Retention

Zähne haben zeitlebens eine gewisse Wanderungstendenz. Findet keine ausreichende Stabilisierung der erreichten Zahnstellung statt, so ist es also möglich, dass die Zähne in die ursprüngliche Lage zurückwandern. Aus diesem Grund wird heutzutage eine lebenslange Retention empfohlen.

Herausnehmbare Retentionsgeräte
Wenn Sie das durch die aktive Behandlung oft mühsam erreichte kieferorthopädische Ergebnis stabilisieren und erhalten wollen, so können Sie dies am besten durch regelmäßiges, gewissenhaftes Tragen Ihrer Spezial-Retainer erreichen. Hierbei handelt es sich um herausnehmbare Zahnspangen, die nachts gertragen werden, um das Behandlungsergebnis zu stabilisieren. Deshalb ist Ihre Mitarbeit die beste Ergänzung unserer ärztlichen Bemühungen.

Festsitzende, geklebte Retainer
Zusätzlich empfehlen wir einen Kleberetainer um zu verhindern, dass sich die Frontzähne verschieben. Dabei handelt es sich um einen flexiblen Draht der im Frontzahnbereich auf der Innenseite (vorwieghend im Unterkiefer) aufgeklebt wird. Mit dem Kleberetainer stabilisieren wir die Frontzähne dauerhaft und verhindern somit, dass sich die Zähne verschieben. Der Draht und Kleber wird auf individuelle Verträglichkeit im Voraus getestet (Querverweis: AK Materialaustestung) und kann problemlos jahrelang getragen werden.


SOS und Notfall-Tipps

Tipps für kleine Notfälle:

Es kann vorkommen, dass eine Zahnspange Beschwerden bereitet oder technische Komplikationen auftreten. Manches lässt sich selbst lösen, für anderes vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Praxis.

Mit unserer SOS-Notfall-Tipps erfahren sie, was „im Ernstfall“ zu tun ist.

Meine Wangen und Lippen sind gereizt und schmerzen…

Manchmal passiert es, dass die „neue Belastung“ wunde Stellen im Mundraum verursacht. Auch abstehende Bogenenden und Drähte der Spange können pieksen und die Schleimhäute im Mundinnenraum reizen. In der Folge wirken Wangen und Lippen gereizt und schmerzen.

Notfall-Lösung:

  • Störenden Drahtbogen leicht zurückdrücken. Ein Löffelstiel eignet sich dazu in der Regel recht gut.
  • Schmerzende Stellen mit Silikonschutzwachs abdecken.
  • Wenn kein Schutzwachs zur Verfügung steht, kann auch ein weicher (zuckerfreier) Kaugummi über der schmerzenden Stelle für Linderung sorgen.

Wenn die Schmerzen andauern, passen wir die Spange im Rahmen eines Notfalltermins an!

Ein Drahtbogen ist rausgerutscht…

Sollte der Bogen nicht beschädigt sein, kann der gelöste Drahtbogen mit ein wenig Fingerfertigkeit in seine Ausgangsposition zurückgeführt werden.

Notfall-Lösung:

  • Falls möglich, schieben Sie bitte den losen Bogen zurück in sein Bracket oder Band. Eine Pinzette kann dabei hilfreich sein.
  • Gelingt das nicht, kann das Bogenende mit Schutzwachs oder einem zuckerfreien Kaugummi abgedeckt werden – das hilft, um Reizungen im Mundraum zu vermeiden. Wir beheben das Problem dann schnellstmöglich im Rahmen eines Notfalltermins.

 

Die Bogenenden der festen Spange stören oder pieksen…

Zahnbewegungen können dazu führen, dass überstehende Bogenenden in Wangenschleimhaut oder Zunge pieksen.

Notfall-Lösung:

  • Bitte schneiden Sie das überstehende Bogenende nicht selbst ab. Versuchen Sie das störende Bogenende z.B. mit einem Löffelstiel umzubiegen oder leicht zurückdrücken.
  • Des weiteren können Sie versuchen, das Bogenende mit unserem Silikonschutzwachs abzudecken. Wenn kein Schutzwachs zur Verfügung steht, kann auch ein weicher (zuckerfreier) Kaugummi über der schmerzenden Stelle für Linderung sorgen.

Beinträchtigt Sie das überstehende Bogenende nicht weiter, erwähnen Sie das Problem bei Ihrem nächsten Termin bitte trotzdem.

Konnten unsere Notfall-Tipps nicht für Linderung sorgen, vereinbaren Sie bitte umgehend einen Notfall-Termin in unserer Praxis.

Ich habe einen Gummiring um das Bracket verloren…

Handelt es sich lediglich um einen Gummiring, setzten wir beim nächsten Termin einen neuen Gummiring ein.

Behalten Sie diesen Zahn aber bitte im Auge – sollte er sich verschieben, vereinbaren Sie bitte umgehend einen Notfall-Termin in unserer Praxis.

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